reportage, termine, trends — 20. Juni 2012 13:15

New Job Circus. Spot on!

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Volltreffer oder Blindgänger? Gerade bei neuen Geschäftsmodellen fällt die Antwort meist nicht leicht.  Grund:  Zielmärkte sind noch nicht gemacht und über den Nutzen lassen sich mangels Distribution und kritischer Masse meist auch nur hypothetische Aussagen treffen.

Erfahrene Innovations-Manager wissen: Wer den Erfolg will, muss auch zum Misserfolg bereit sein – mit Sicherheitsdenken allein bleibt nur der Stillstand. Gut, dass es da Foren gibt, die dem Young-Business eine Präsentations-Chance bieten. Und, die last-but-not-least die Nachfrageseite dazu holen, um dem Job-Nachwuchs den Eintritt in die Wirklichkeit des Marktes zu erleichtern!

Manege frei für die jungen Berufe.

11. Mai,  betahaus Köln.  Vorbereitende Dialog-Veranstaltung  für das C’n’B Job Circus Veranstaltungsformat im Juni.  Letzteres wird 10 innovativen Mikro- und Einzel-Unternehmen die Gelegenheit zur medial unterstützten Öffentlichkeit und zum Matching mit Partner- und Auftragsunternehmen geben. Ziel der Vorbereitungsrunde: Die Bedarfe seitens Freelancern und Auftragswirtschaft abzugleichen und als Kriterien in das Nominierungs-Verfahren einfließen zu lassen. Gastgeber ist Claudia Jericho, Head of C’n’B Convention.

C’n’B über den New Job Circus

Der New Job Circus ist die neue Präsentations- und Dialog-Plattform für Freelancer, Selbständige und Mikrounternehmen auf der C’n’B Convention, die dieses Jahr vom 20.-22. Juni in der IHK Köln stattfindet. Der New Job Circus beleuchtet sich neu entwickelnde Jobprofile und -perspektiven und will den Austausch und die Vernetzung zwischen „kleinen“ und „großen“ Organisationen unterstützen.

Road-Map in die Job-Welt der Zukunft

Die Straße des Erfolges geht am 11. Mai über mehrere Haltestellen: Persönliche Vorstellung, Anstoß und Meinungsaustausch -  souverän moderiert und unterstützt von  Red Plane Business Coach Oliver Wüntsch. Marker-technisch und mitdenkend als Graphic Recordings zu Papier gebracht von Holger Nils Pohl.  Gemeinsam riskieren die Akteure der  Gründer-Szene, Freelancer, Kreativ- und Personal-Unternehmen einen Blick in das gleichzeitig  instabile und im Wandel vitale Job-Biotop der Kreativwirtschaft: Das sind die, die direkt oder indirekt mit Mode, Tanz, Musik, Werbung, Design oder Film ihr Geld verdienen. So vielfältig die Job-Identitäten, die dieses Biotop bevölkern, so unterschiedlich deren Größe und Struktur. Letztere gehen vom Konzern-Großformat bis zur One-Man-Show, vom Shareholder-Unternehmen bis zum Mini-Dienstleister.

Chance Selbsterneuerung

Kostendeckung allein ist nur die halbe Miete. Für zukunfts-ambitionierte Unternehmen liegt die Latte höher. Future-Player geben sich nicht damit zufrieden, akute bzw. gemutmaßte Jobbedarfe aus dem Pool freiberuflicher und fester Manpower-Ressourcen zu decken. Die Herausforderung besteht darin, die aus cross-disziplinären Skill-Sets, neuartigen Job- und Dienstleitungsprofilen resultierenden Chancen für das Unternehmen, seine Ziele und Business-Strategie zu erkennen und zu nutzen. Sind die Unternehmen überhaupt in der Lage, aus planerisch nicht vorhergesehenen Potenzialen etwas zu machen? Denn – hier wird es auch oder gerade für die Großen anspruchsvoll – das Arbeiten mit neuen und ungewöhnlichen Leuten, Mitteln und Maßnahmen findet mit Auswirkungen auf  Struktur, Prozesse, Arbeitsorganisation und Rekrutierung statt. Diversität produziert Unterschieide. Man tut die Dinge danach ein bisschen anders als davor und ist im Sinne von Lösungsorientiertheit und Flexibilität kreativ gefordert.

Beispiel Weber Shandwick

Weber Shandwick ist eine internationale PR Firma, eingebunden in ein noch größeres Kommunikations-Network mit Konzernstrukturen.

Weber Shandwick sieht sich als strategisches Beratungsunternehmen für Unternehmens- und Marken-Kommunikation. Planung, Beratung, Kundenführung erfolgen aus den hauseigenen Ressourcen. Clienting und Advocacy verstehen sich als Geschäftskern und gleichzeitig als Source-of-Business. Bei den Maßnahmen, die die Botschaften in der Umsetzungsphase auf die sprichwörtliche Straße bringen, kommen auch Externe, KMUs und Freiberufler zum Zuge.

Weber Shandwick macht geltend, dass das Medium zum Teil der Botschaft werden kann. Diese Auffassung führt dazu, dass Weber Shandwick für seine Kunden zusätzlich zu Pressetext und -Verteiler  eine Vielzahl digitaler und Internet-basierter Instrumente einsetzt. So entstehen Volumina für die Beauftragung neuartiger Job- und Serviceprofile, die als Web-Redakteure, Podcaster, Live-People oder Web-Videografen Content in die Strategie einzahlen und letztere operativ  zum Leben erwecken.

Weber Shandwick’s Jan Dirk Kemming gibt einen Überblick und sammelt Kärtchen ein.

Telekom und Pixelpark

Nicht weniger interessant: Die Informationen und Insights von Johannes Nünning, Deutsche Telekom, Inkubus, Mitarbeiter-getriebene Innovationsschmiede für Mehrwerdienste, sowie von René Welter, Pixelpark Köln – übrigens auch ein Big Player mit ausgewiesenen Strategiekompetenzen. Pixelpark gehört seit vielen Jahren als Performance-Treiber der digitalen Marketing-Kommunikation zu den topp platzierten Unternehmen im Online-Geschäft. Was sich  auch auf der letzten dmexco in Form massiver Präsenz und sichtbar gutem Publikumszulauf (Bild) ablesen ließ

René Welter liegt beim Autor übrigens trotz understatiger Attitude beim NJC Matching  mit Xing und persönlichem  Email Kontakt auf Rang 1, gefolgt von Johannes Nünning mit immerhin einer positiv erwiderten Xing-Anfrage. Bronze geht mit zwei angenommenen Kärtchen und schwebender Xing-Anfrage an Jan Dirk Kemming.

Am Ende des Tages

Und die Job-Pioniere? Sie erwarten sich vom New Job Circus wahrscheinlich mehr als moralische Unterstützung, Schaulaufen, Denkanstoß und Ermunterungs-Tweets geförderter Förderer.  Das hieße, die gewonnenen Erkenntnisse und Kärtchen-Kontakte operativ zu machen. Visionen mit konkreten Projekten in die Wirklichkeit zu überführen. Im Ergebnis, konkurrenzwirksame Vorteile für die Agenturen und Ventures und bezahlte Arbeit für die Freelancer zu generieren. Am Ende des Tages zählt, was sich an echter Substanz greifen lässt. Da sollte etwas entstehen – sei es an Einkommen oder an sonstigen, nicht-monetären, aber für die berufliche Existenz messbar förderlichen Vorteilen. Soweit der professionelle Anspruch der New-Job-Szene.

Bewerbungschance

Mikrounternehmen, Freelancer und Co. bewerben sich um einen der 10 Ausstellungsplätze im New Job Circus mit einem One-Pager. Die Chance besteht bis zum 01. Juni, Kontaktstelle beim C’n’B Convention ist Fabian Fischer,  mailto:fabian.fischer@c-o-pop.de

Matthias Hoekeskamp, Carabito, Magazinmacher und Mann für Marketing und Kommunikation, wird sich übrigens auch um die New Job Circus Nominierung bewerben. Das in seinem Applikations-Formular für Best-Practice im New Job Context ausgewiesene Unternehmen ist übrigens Firecube Public Multimedia, mit Mediabouts Brandjobber Content Sponsor!

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